Gesetzlich anerkannt ist der Beruf des Osteopathen in Europa in Belgien,
England und Portugal. In der Schweiz wird eine Anerkennung in Kürze
folgen.
In den USA hat sich die Osteopathie zu einem akademischen medizinischen
Beruf mit der Möglichkeit des Erwerbs eines Doktortitels entwickelt.
In vielen europäischen Ländern, u.a. auch in Deutschland, ist die Osteopathie bislang keine geschützte Berufsbezeichnung, sodass sich viele, leider auch noch nicht vollständig ausgebildete Kursteilnehmer als „Osteopathen“ bezeichnen.
In Deutschland ist die Qualität der Ausbildungen
zum Osteopathen sehr unterschiedlich.
Abhängig von der Qualitätsnorm einer Schule durchlaufen Osteopathen
ein berufsbegleitendes fünfjähriges Regelstudium auf praktischer
und theoretischer Ebene, welches durch eine Vielzahl von Modulen zur Vertiefung
und/oder Ergänzung der Basiswissenschaften vervollständigt wird.
An vielen Schulen wird jedes Unterrichtsjahr mit einer praktischen und
theoretischen Prüfung abgeschlossen.
Ein wesentliches Qualitätsmerkmal ist die Berufsbezeichnung Osteopath D.O., die nur vollständig ausgebildete Osteopathen nach Bestehen sämtlicher Prüfungen sowie der Abgabe und Verteidigung einer wissenschaftlichen Thesis führen dürfen.
Fächerschwerpunkte in der Ausbildung sind u.a.:
Für vollständig ausgebildete Osteopathen besteht nach erfolgreichen
Absolvieren sämtlicher Prüfungen und der Verteidigung einer eigens
verfassten, wissenschaftlichen Thesis über ein Thema aus der Osteopathie
die Möglichkeit, z.B. an einer Universität in England das britische
universitäre Diplom in osteopathischer Medizin zu erwerben.
Ziel hierbei ist, zu beweisen, dass der Teilnehmer in der Lage ist,
wissenschaftlich zu arbeiten.
Dazu bedarf es der Teilnahme an Vorlesungen und der positiven Bewertung
der vom Studenten verfassten Artikel über Community Medicine, Statistiks
und einer wissenschaftlichen Arbeit, ebenfalls über ein Thema aus
der Osteopathie.